Mittel und Wege ins Netz

Bevor Sie sich Gedanken darüber machen, welcher Weg Sie ins Netz führen soll, müssen Sie sich zunächst einmal mit den Mitteln beschäftigen, die Ihnen den Zugang zum Internet ermöglichen sollen.

  • Ausstattung

    Die wichtigste Voraussetzung ist natürlich ein Computer oder ein vergleichbares Gerät, mit dem Sie ins Internet gehen können.

    • Für das Surfen zu Hause ist ein PC mit großem Bildschirm, Maus und Tastatur am komfortabelsten.
    • Für mobiles Surfen benötigen Sie ein transportables Gerät mit geringem Gewicht und möglichst langer Akkulaufzeit.
      • Laptops und die kleineren Netbooks ermöglichen wie der PC auch anspruchsvollere (Büro-)Anwendungen.
      • Die leichten und flachen Tablet-Computer, die nur über den Touchscreen bedient werden, eignen sich besonders für multimediale Anwendungen (Internet, Filme, Spiele, E-Books).
      • Auch mit dem Handy bzw. einem Smartphone können Sie im Internet surfen. Dieses bietet neben dem Leistungsvermögen eines Telefons den Funktionsumfang eines kleinen Computers und kann sogar als Navigationsgerät verwendet werden.
  • Zugang

    Der Weg ist das Ziel. Doch auf manchen Wegen geht es eben schneller. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, für welchen Zugang Sie sich entscheiden. Das hängt wiederum davon ab, wie Sie das Internet künftig nutzen möchten. Wer mehr will als nur E-Mails abrufen oder surfen, braucht eine schnellere Verbindung. Sonst macht es schlichtweg keinen Spaß, ein Fotoalbum anzulegen oder Filme und Musik herunterzuladen (s. Freizeit, Hobbys und Unterhaltung). Ein analoges Modem oder die digitale ISDN-Verbindung kommen dafür nicht in Frage. Mehr als 30-mal so schnell bewegen Sie sich hingegen mit einem DSL-Anschluss im Internet. Die neueste und schnellste Generation der Datenübertragungstechnik heißt VDSL und ermöglicht neben Telefonie und Internetnutzung auch digitales Fernsehen. Eine Alternative zu DSL und VDSL stellt der Zugang über den Kabelanschluss dar, der ähnliche Leistungen bietet.

  • Anschluss

    Anschlussgeschwindigkeiten

    Beispiel 1: Sie möchten ein Musikalbum mit zwölf Titeln aus dem Internet herunterladen. Das entspricht einer Datenmenge von 80 Megabyte (MB). Je nach Anschlussart dauert dies:

    Anschlussart Downloadzeit
    VDSL 50 7 Sek.
    VDSL 25 26 Sek.
    DSL 6000 1 Min. 47 Sek.
    DSL 1000 10 Min. 40 Sek.
    ISDN 2 Std. 50 Min.
    Analog/ Modem 3 Std. 15 Min.

    Beispiel 2: Sie haben einen wunderschönen Urlaub verbracht und möchten Freunde und Verwandte an Ihren Erinnerungen teilhaben lassen. Die 100 schönsten Bilder stellen Sie unverkleinert und unbearbeitet ins Internet. Das entspricht einer Datenmenge von 150 Megabyte (MB). Je nach Anschlussart dauert dies:

    Anschlussart Uploadzeit
    VDSL 50 24 Sek.
    VDSL 25 48 Sek.
    DSL 6000 3 Min. 20 Sek.
    DSL 1000 20 Min.
    ISDN 5 Std. 20 Min.
    Analog/ Modem 6 Std. 05 Min.

    Der weitere Weg ins Netz führt Sie nun zum Anschluss und der Installation. Dazu sind zusätzliche Geräte erforderlich, die zwischen Telefondose und Ihren Computer geschaltet werden müssen. Darum brauchen Sie sich aber nicht zu kümmern, wenn Sie die Einrichtung einem Fachmann überlassen. Bei einigen DSL-Anbietern wie der Telekom Deutschland GmbH können Sie für etwa 10 Euro pro Monat ein Servicepaket kaufen, das neben Anschluss und Montage sowie einer leicht verständlichen Einführung ins Internet auch die Einrichtung eines Sicherheitspakets (Firewall, Virenschutz etc.) und jederzeit schnelle Hilfe bei Problemen beinhaltet.

    • Achten Sie auf TÜV-geprüfte Servicequalität!
    • Vor Ort gilt es noch zu klären, ob die Geräte mit oder ohne Kabel miteinander verbunden werden sollen. Die kabellose Variante per Funk (= WLAN) hat den Vorteil, dass Sie überall in Ihrer Wohnung surfen können.
  • Tarif

    Der Vertrag mit Ihrem Internetanbieter setzt sich aus der Grundgebühr und den Verbindungsentgelten zusammen und richtet sich nach Ihren Nutzungsgewohnheiten. Wie beim Telefon oder dem Handy gibt es auch hier verschiedene Vertragsmodelle:

    • Volumentarife – Kosten pro Datenverbrauch (geeignet für Durchschnittssurfer, die wenig herunterladen)
    • Zeittarife – Kosten pro Online-Zeit (geeignet für Wenigsurfer, die viele Daten übertragen)
    • Flatrates – Pauschaltarife (alles inklusive)

    Möchten Sie surfen und telefonieren, ohne dabei ständig auf die Uhr sehen zu müssen, ist eine Flatrate ideal. Diese kostet Sie monatlich rund 30 Euro und damit weniger als noch vor einigen Jahren allein Ihre Telefonrechnung. Allerdings sollte es schon eine "echte" Flatrate sein, bei der es keine Zeit- und Volumenbeschränkung gibt. Hierauf sollten Sie beim Preis- und Leistungsvergleich achten. Dann brauchen Sie auch keine Angst zu haben, wenn das Telefongespräch mit den Enkeln mal ein bisschen länger dauert oder Sie während des Surfens vom Nachbarn gestört werden und darüber vergessen, die Internetverbindung zu trennen. Aufgrund des Pauschaltarifs für Internet und Festnetz-Telefonie haben Sie die Kosten gut unter Kontrolle.

  • Internetschulungen

    Sie würden ja gerne, trauen sich aber den Umgang mit Computer und Internet nicht zu? Lassen Sie sich nicht von der Technik abschrecken. Jeder kann das lernen! Volkshochschulen und andere Weiterbildungsträger bieten spezielle Kurse für ältere Menschen an, die auf ihre Bedürfnisse und ihr Lerntempo abgestimmt sind. Wer ganz neu startet, belegt am besten einen kombinierten Computer- und Internet-Kurs. Verfügen Sie bereits über PC-Kenntnisse, genügt eine Internetschulung, bei der Sie Schritt für Schritt lernen, wie Sie am besten vorgehen, um sich Informationen zu beschaffen oder eine Dienstleistung abzurufen.

    Ihre Volkshochschule ist der in Regel über www. + vhs + Minuszeichen + Name der Stadt + .de zu erreichen (z. B. www.vhs-stuttgart.de oder www.vhs-emden.de).

 

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